YOUNG DANSART COMPANY

Die Newcomer

Die Young DansArt Company wurde Ende 2014 gegründet. Hier erhalten junge Tänzer nach ihrem Vollzeitstudium die Chance in einem professionellen Umfeld erste praktische Erfahrungen zu sammeln und sich tänzerisch entfalten zu können.

Absolventen der dreijährigen Vollzeitausbildung Bühnentanz der DansArt ACADEMY, aber auch von anderen (anderer?) Akademien können sich nach erfolgreichem Abschluss in dieser Kompagnie als Tänzer und Tänzerinnen bewerben. Internationale Choreographen produzieren mit diesem Ensemble zeitgenössische moderne Tanztheaterstücke.
Einerseits verkörpern die Tänzer die Rollen verschiedener Choreographien auf der Bühne. Andererseits werden sie selbst zu Schöpfern in der Zusammenarbeit mit den hauseigenen Choreographen und Gast-Choreographen. Auf diese Weise entsteht stets etwas Neues. Das treibt die Kunst voran.

Aus dieser Arbeit heraus können sich z.B. Projekte wie Workshops mit Kindern und Jugendlichen ergeben, die ein weiteres Betätigungsfeld vom ausübenden Tanz hin zur eigenen Choreographie eröffnen.

Aktuelle tourfähige Produktionen

NoFear Shakespeare

Produktion 2014

Teil 1 – Shakespearean  MI"X"Conceptions

Konzeption, Choreografie und Videokunst: Gilda Rebello


Julia, Katharina, Lady Macbeth und Ophelia, Romeo, Petruchio, Hamlet und Titus Andronicus …

Acht Rollen aus fünf verschiedenen Tragödien und Komödien (“Romeo and Juliet”, “The Taming of the Shrew”, “Macbeth”, “Hamlet” und “Titus Andronicus”) von William Shakespeare treffen in einem einzigen Stück aufeinander. Auch einige Shakespeare-Sonette werden “geskypt”, “gegoogelt” und mit Witz und Drama getanzt.

In dem Stück versucht eine kleine Theatertruppe in kürzester Zeit, mit knappem Budget eine etwas prätentiöse Tanztheatervorstellung eines Shakespeare-Werks innerhalb von dreißig Minuten zu gestalten. Die Suche nach der absoluten Essenz, einer Essenz, die sich auch nach vierhundertfünfzig Jahren nicht verändert hat, steht im Mittelpunkt. Es geht um das „Wort“, das letztendlich auch getanzt werden kann.

Dramaturgischer Hintergrund


Julia, Katharina, Lady Macbeth und Ophelia – diese vier Frauenrollen haben in Shakespeares Werk durch Druck aus der Gesellschaft, kaum eine Chance ihr Leben weiter zu gestalten. Sei es aus Gier oder extremer Unschuld oder einfach unmöglicher Liebe – als einziger Ausweg bleibt nur der Selbstmord. Die eine überlebt. Romeo, Petruchio, Hamlet und Titus – alle vier Männerrollen müssen sterben aufgrund gesellschaftlicher Intrigen. Bis auf einen …

“Hamlet” als auch “Romeo und Julia”, die bekanntesten Werke Shakespeares wirken nach wie vor zeitlos. Die familiäre Ethik in “Hamlet” und die bedingungslose Liebe Romeo und Julias, einzig und allein darauf bedacht sich selbst zu verwirklichen, kennzeichnen die Aktualität Shakespeares. Gier und Reue, die in den Wahnsinn treiben, führen zu Lady Macbeth. Ewige Rache und Gewalt enden bei Titus Andronicus. Und auch Ophelia ist von Gewalt umgeben, die ihre Naivität und Jugend zerstört. Sie findet ebenfalls den Tod. Letztendlich überleben die Shakespeare-Charaktere Katharina und Petruchio. Nach einigen Hin und Her, der historischen Epoche geschuldet, verlieben sie sich am Ende doch ineinander und passen sich an.

Alle genannten Stücke, beziehungsweise Teile davon werden absichtlich ein wenig missverstanden und erfahren ein “Update” auf die heutigen Tage. Ganz im Sinne von „No.Fear Shakespeare“. Wie schafft man es nun, Shakespeares Essenz in ein zeitgenössisches Tanztheater zu übersetzen?

Gerade Komödien und Tragödien bringen viele paradoxe Emotionen hervor. Sie spiegeln das Leben wider, inspirieren und fordern zur Gestaltung heraus. Vor allem in ihrer Kompromisslosigkeit, wenn man das Schicksal selbst in die Hände nimmt oder nehmen muss. So wie Shakespeares Charaktere es in vielen seiner Stücke durchleben. Themen, mit denen sich jeder damals wie heute auseinandersetzen muss.

Tänzer:

Haruka Suzuki, Sarah Klingenberg, Annika Hofgesang, Sabrina Franz, Danilo Cardoso, Kai Rosenberger


All Music Special Editio /Mix von G.R.:

“This Silence Kills” und “No Name”, Dillon 

„Romeo and Juliet", Sergei Prokofiev/Shawn Lee orquestra

„Fever", Peggy Lee

„Somebody told me", The Killers 

„Smells like Teen Spirit" Live, Kurt Cobain /Dave Grohl/ Krist Novoselic, Robert Glasper Experiment

„So in Love", Cole Porter, gesungen von Caetano Veloso, Ella Fitzgerald, K. D. Lang, De lovely Soundtrack

„I hate Men", Cole Porter

„The Angel Sings", Benedict Cumberbatch

„Svolta definitiva", Ennio Morricone  

„Jeff Wayne’s Musical Version of The War of the Worlds", H. G. Wells

„Citta Violenta", Ennio Morricone  

„Building Steam With A Grain Of Salt", DJ Shadow 

„Heartbreak", Ta Ku

„Flor da vida", Hamilto de Hollanda/Yamandu Costa

„The Warning", Laurent Garnier 

„Second Return", Ryuichi Sakamoto

„My heart’s in the highlands", Arvo Pärt 

„Seven Ages of Man", compressed Edition 

„Theory of Machines", Ben Frost

Produktion:

Young DansArt Company


Koproduktion:

DansArt Tanznetworks und Theater Gütersloh

Teil 2 – Soltice d`été

Konzept und Choreographie: Tchekpo Dan Agbetou

Nach „Ein Sommernachtstraum“ oder „Ein Mittsommernachtstraum“, Komödie von William Shakespeare 1595/96

„Ein Sommernachtstraum“ ist eine märchenhafte Liebesgeschichte um Schein und Sein, um die Herrschaft der Männer, die Rolle der Frauen, mit komödiantischen Verwicklungen und Konflikten zwischen Stolz und Liebe.

Im Mittelpunkt dieses Verwirrspiels um die Liebe stehen die jungen Männer Demetrius und Lysander sowie die Frauen Hermia und Helena. Hermia soll Demetrius heiraten. Diese liebt jedoch Lysander, der sie ebenfalls begehrt. Demetrius liebte Helena, will jedoch jetzt Hermia heiraten, was Helena zur Verzweiflung bringt. Hermia und Lysander fliehen gefolgt von Demetrius und Helena und geraten in einen verzauberten Wald. Im Dunkel der Nacht, es ist die Walpurgisnacht, herrschen hier der Elfenkönig Oberon und die Elfenkönigin Titania, die sich stets streiten. Oberon befiehlt seinem Kobold Puck mit Hilfe einer magischen Essenz die Geschicke der Menschen zu lenken und die Paare wieder richtig zusammen zu bringen. Durch einige Irrtümer gerät alles erst recht durcheinander. Und alle taumeln dem traumhaften Rausch einer Sommernacht voll chaotischer Ereignisse entgegen.

Shakespeare schrieb diese Geschichte im 16. Jahrhundert. Doch auch heute könnte sie geschehen, wenn sich junge Liebende im Konflikt zwischen Traum und Wirklichkeit vor den Gesetzen des gesellschaftlichen Alltags in eine Welt der Illusionen flüchten.

Der Choreograph Tchekpo Dan Agbetou hat dieses Tanztheaterstück aus aktueller Sicht für sieben Tänzer entwickelt.

Tänzer:

Haruka Suzuki (Titania), Annika Hofgesang (Puck), Sarah Klingenberg (Hermia), Sabrina Franz (Helena), Danilo Cardoso (Oberon), Jan Hartling (Lysander), Kai Rosenberger (Demetrius)


Lichtdesign:

Tchekpo Dan Agbetou und Jost Jacobfeuerborn

Kostüme:

DansArt TANZNETWORKS und JAB ANSTOETZ

Bühnenbild:

Ulla und Tchekpo Dan Agbetou

Musik:

„Nairobi", African Rythms and Blues

„Vivaldi: Nisi Dominus & Stabat Mater"

„To Warn the World", Armand Amar

„City of birth", Armand Amar

„Uniko", V. Kamala

„The Grandmaster Soundtrack", “Main Theme” und “Love Theme” von Shigeru Umebayashi und Nathaniel Mechaly

Dauer: 30 min.

Aufführungen

Premiere am:
01. November 2014, Theater Gütersloh (Studiobühne)

08. November 2014, Theater Gütersloh (Studiobühne)

06. November 2014, DansArt THEATRE Bielefeld